Ja, ab hier wird die Geschichte abenteuerlich. Eines der schönsten Erlebnisse hier in Neuseeland hat sich gestern zu getragen. Simon und ich bestiegen den Berg Tongariro im Tongariro Nationalpark! Die Strecke war insgesamt 19,4 km und dauerte nicht wie geschätzt 7-8 Stunden, sondern 9 Stunden, viele Fotos wollten geschossen werden! Wir waren mehr oder weniger gut/schlecht vorbereitet, ließen uns aber nicht entmutigen - 5 Schichten Pulli, Bananen, Äpfel un viel Trinken sollten für den tag ausreichen. Wir liefen gegen 09:15 morgens los und mussten zunächst 5 km an den Berg heran laufen unter praller Sonne, was mir speziell sehr zu schaffen machte, ehe der steile Aufstieg über die vielen mir verhasste Treppen folgte. Daraufhin kam eine kleine Ebene auf dem Berg und viele weitere Aufstiege über Kämme bis wir am Sattel und somit am Fuße des Mt. Ngauruhoe (Mt. Doom) angelangt sind. Ich erblickte den stolzen Schicksalsberg und war wie geblendet von seiner Schönheit, wie er mich voller Schnee bedeckt anschaute und darauf wartete erklommen zu werden.. Doch dieses Privileg ist bei Schnee nur erfahrenen Bergsteigern vorbehalten, weshalb wir die Wanderung im Sommer noch einmal wiederholen werden, wenn der Berg in seiner vollen schwarzen, düsteren Pracht auf uns herabschaut. Ich schnappte mir noch schnell einen Vulkangesteinsklumpen und packte ihn sorgfältig in meine Tasche - nach der Tour war meine Jackentasche prall gefüllt mir Steinen.Ab hier wurde der Weg für uns schneeig, wir rutschten und kletterten was das Zeug hielt. Es war nicht ungefährlich, aber machbar. Als wir schließlich den höchsten Punkt unserer Tour erreichten (1886 m) wartete ein unbeschreiblicher Anblick auf uns: eine weiße Ebene, rechts davon türkisfarbene Seen, gesäumt von weiteren mit Schnee bedeckten Bergen! Ein Tal aus Schnee .. Der große See am anderen Ende war leider noch zugefroren, dennoch ein sagenhafter Ausblick. Wir liefen über die weiße Ebene und stiegen einen weiteren Kamm hinauf. Ab da wurde der Weg etwas beschwerlicher, wir liefen um den Berg herum auf einem Weg, der keinen Fehlschritt erlaubte. Es war voller Schnee und ich musste in die Fußstapfen meiner Vorgänger treten, denn "Geht nur einen Schritt fehl, und werden wir scheitern". Gescheitert sind wir natürlich nicht, hochkonzetriert kletterten wir die glatten, glitschigen Bergwände entlang bis wir wieder etwas sichereren Boden unter den Füßen hatten. Kurz darauf kam der Abstieg, das war sehr langwierig. Der Aufstieg war 700m; der Abstieg jedoch 1300 Höhenmeter. Wir brauchten etwa 3 Stunden, es war stetig und sehr anstrengend für die Knie immer abbremsen zu müssen und am Ende waren wir froh am Parkplatz angekommen zu sein. Nicht umsonst wurde dieser Tack als "challenging" (herausfordernd) gekennzeichnet. Doch wir trauten uns und hatten großen Erfolg!
Dieses Erlebnis war der absoluten Wahnsinn und ich bin megaglücklich den mitgemacht zu haben! Der Tongariro Crossing ist zurecht die schönste Tagesroute Neuseelands!
Nach dem Trip waren wir fertig und als ich kurz davor war unter die Dusche zu hüpfen sagte uns der Hostelleiter von Turangi er hätte einen Whirlpool für uns in der Garage vorgeheizt! WOOOOWWW ab rein damit!!!!!!! fast 1 Stunde tummelten wir uns im Whirlpool und genossen diesen schönen Abschluss eines sehr erfolgreichen, erlebnisreichen, abenteuerlastigen Tages!
Die superstolzen und glücklichen Fruzsi und Simon

6 Kommentare:
Hi! Und schon wieder was gefährliches!!!
Langsam könnt ihr mal euch was "vernünftiges" entspannendes ausdenken!Sooo viel Abenteuer in diese kurze Zeit!sorry, bin halt so ängstlich:-(
puszi Anyu
Noch was! Die bilder sind trotzdem Wunderschön!Bin ganz stolz auf euch!!!
Guten Morgen/Abend! Ist ja unglaublich, was man hier verpasst, wenn man nicht dauernd mitliest! hieß euer Unternehmen nicht: work&travel? na ja, Arbeit steckt ja auch in so einem Berg! Herzlichen Dank für die Karte an Nicolas - er war ganz aufgeregt und hat sich sooo gefreut! Liebe Grüße Nicolas mit family
Hallo Nicolas und family!
Ja der Berg war Arbeit, doch noch lange nicht so anstrengend wie die Arbeitssuche hier in Wellington. Wir werden auch am Freitag weiterziehen und unser Glück auf der Südinsel versuchen, oder dann wohl oder übel noch weiterreisen. Nicolas: DU FEHLST UNS!!!! KUSSSSSSS
Liebe Grüße an euch!
Hallo Ihr Beiden ,,, hier ist Andrea mal wieder.Vor einer Std. hat sich mein Sohn Fabio in den Overlander von Auckland nach Wellington gesetzt und kommt irgendwann in 12 Stunden dort an. Dann will er übernachten und dann mit der Fähre auf die Südinsel schippern,,, ist das teuer??? Und lohnt sich ein Aufenthalt in Wellington für ein paar Tage oder gibt es da nichts zu sehen??? Liebe Grüße und viel Spaß beim Äpfelernten:-)
Gruß Andrea
Hi Andrea! Sorry für die etwas späte Antwort. Wenn dein Sohn kein Auto hat ist das nicht so teuer. das günstigste Ticket kostet glaube ich 45 Dollar, er sollte aber auf jeden Fall Tabletten gegen Seekreankheit nehmen, wenn er zu Übelkeit auf See neigt, trotz der riesengroßen Fähre hat es nur so geschwankt! Wir nahmen Tabletten und haben die 3 Std. Fahrt durchgeschlafen.
In Wellington gibt es halt massig Cafés, Clubs, Restaurants, den Mt.Victoria und Herr der Ringe Locations, ansonsten naja, nicht so wirklich viel :)
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