Freitag, 29. Oktober 2010

Wellington und andere Monster

Wir sind nun seit 3 Tagen in Wellington, die Stadt der Enttäuschungen wie ich es gerne nenne. Das Parken hier kann man ruhig als den Vorhof zur Hölle bezeichnen, es ist einfach nur abartig einen Parkplatz zu finden, wenn man nicht gerade Hotelfachkräfte anbettelt auf ihrem Parkplatz stehen zu dürfen. Die erste Nacht hier war auch nicht gerade berauschend, eine Teenie Band hatte hier ein Konzert und unser Hostel war bis auf 3 Betten restlos ausgebucht mit irren, besoffenen Kindern (3 leere Betten von 300!). Wir entschieden uns ins Kino zu gehen und als wir nachts gegen halb 12 zurück liefen fanden wir etwas sehr schauriges vor, direkt vor der Hosteltür: Eine Baustelle! Eine Baustelle an der gearbeitet wurde nachts vor Mitternacht!!!!

Die restlichen beiden Tage haben wir nun damit zugebracht unsere Lebensläufe in der ganzen Stadt zu verteilen. Das muss man sich so vorstellen: Fruzsi steht in der Victoria Street in Wellington City, in jeder Hand ein Stapel CVs (Lebenslauf), da kommt ein Windstoß, sie legt ihren Kopf zurück und lässt die Blätter durch die Stadt wehen! So ungefähr zumindest … Bestimmt 13 Bewerbungen habe ich abgegeben, hauptsächlich in Cafés. Man wird hier allen Ernstes gefragt ob man Erfahrungen im Kaffee kochen hat! Ich habe mich totgelacht, das ist ein Witz! Anscheinend ist das Kaffeekochen hier ein schwieriges Unterfangen, welches eine Ausbildung erfordert. Upps – habe den falschen Beruf gewählt! Man muss hier halt wohl selbst abmessen und die Maschine macht nicht alles automatisch, was ein bisschen an Einlernphase benötigt. Warum auch eine vollautomatische Kaffeemaschine, die leckeren Kaffee kocht in ein Café stellen, wenn man Neuseeländer hat, die den Kaffee selbst zusammenmixen und der dann wie gepresster Mist schmeckt. Wäre ja auch zu blöd.

Durch sehr interessante Zufälle, oder wie ich es gerne nennen mag, Schicksalsfügungen, sind wir bereits heute an unsere neue Bleibe gekommen! Wir liefen durch die Straßen und fragten jemanden auf einer schönen Veranda sitzend ob er denn wisse wo man hier günstig an eine kurzfristige Unterkunft kommt. Allem Anschein nach kennt man sich hier in der Hauptstadt Neuseelands absolut nicht mit Backpackern und ihren Bedürfnissen aus. Der schickte uns zur Uni und wir gingen in ein Büro, das zufällig zu dieser Zeit von Helen besetzt war, die uns nach 15 Minuten ihr Zimmer anbot in dem Studentenwohnheim, das sie managt! Ein Zimmer in einem Studentenwohnheim für 350 Dollar die Woche. Das sind pro Nase etwa 16 Dollar die Nacht (~9Euro) und super Lage mitten in der City! Wir sind und waren ihr so dankbar. Innerhalb von 16 Stunden sind wir dann auch schon eingezogen. Die Waschmaschinen sind kostenlos, der Trockner kostet 1 Dollar, was solls! Was hier ein megagroßes Manko ist, dass trotz kostenlosem Internet, die Neuseeländer, und speziell der Provider für diesen Wohnkomplex, es nicht gebacken bekommen, ein stabiles Netzwerk zustande zu kriegen. Liegt wohl an der mangelnden Konkurrenz, dass das die nicht kümmert, und auch die Studenten hier haben sich wohl damit längt arrangiert, dass mal alle paar Stunden das Internet ausfällt. Zur Zeit ist es hier aber Gott sei Dank leer, da die Prüfungen rum sind und die Ferien beginnen. Lange Rede kurzer Sinn: Ich finds hier scheiße! Ich möchte hier eigentlich nur weg, schnell auf eine Plantage wo ich sicher meinen Mindestlohn die Stunde kassiere und nicht unnötig Zeit vergeude in einer Stadt, die mir weder bei der Jobsuche hilft, noch süßes Popcorn im Kino anbietet!

Fruzsi

Sonntag, 24. Oktober 2010

1886 Meter, 19.4 km, 9 Stunden - Tongariro Crossing

Ja, ab hier wird die Geschichte abenteuerlich. Eines der schönsten Erlebnisse hier in Neuseeland hat sich gestern zu getragen. Simon und ich bestiegen den Berg Tongariro im Tongariro Nationalpark! Die Strecke war insgesamt 19,4 km und dauerte nicht wie geschätzt 7-8 Stunden, sondern 9 Stunden, viele Fotos wollten geschossen werden! Wir waren mehr oder weniger gut/schlecht vorbereitet, ließen uns aber nicht entmutigen - 5 Schichten Pulli, Bananen, Äpfel un viel Trinken sollten für den tag ausreichen. Wir liefen gegen 09:15 morgens los und mussten zunächst 5 km an den Berg heran laufen unter praller Sonne, was mir speziell sehr zu schaffen machte, ehe der steile Aufstieg über die vielen mir verhasste Treppen folgte. Daraufhin kam eine kleine Ebene auf dem Berg und viele weitere Aufstiege über Kämme bis wir am Sattel und somit am Fuße des Mt. Ngauruhoe (Mt. Doom) angelangt sind. Ich erblickte den stolzen Schicksalsberg und war wie geblendet von seiner Schönheit, wie er mich voller Schnee bedeckt anschaute und darauf wartete erklommen zu werden.. Doch dieses Privileg ist bei Schnee nur erfahrenen Bergsteigern vorbehalten, weshalb wir die Wanderung im Sommer noch einmal wiederholen werden, wenn der Berg in seiner vollen schwarzen, düsteren Pracht auf uns herabschaut. Ich schnappte mir noch schnell einen Vulkangesteinsklumpen und packte ihn sorgfältig in meine Tasche - nach der Tour war meine Jackentasche prall gefüllt mir Steinen.
Ab hier wurde der Weg für uns schneeig, wir rutschten und kletterten was das Zeug hielt. Es war nicht ungefährlich, aber machbar. Als wir schließlich den höchsten Punkt unserer Tour erreichten (1886 m) wartete ein unbeschreiblicher Anblick auf uns: eine weiße Ebene, rechts davon türkisfarbene Seen, gesäumt von weiteren mit Schnee bedeckten Bergen! Ein Tal aus Schnee .. Der große See am anderen Ende war leider noch zugefroren, dennoch ein sagenhafter Ausblick. Wir liefen über die weiße Ebene und stiegen einen weiteren Kamm hinauf. Ab da wurde der Weg etwas beschwerlicher, wir liefen um den Berg herum auf einem Weg, der keinen Fehlschritt erlaubte. Es war voller Schnee und ich musste in die Fußstapfen meiner Vorgänger treten, denn "Geht nur einen Schritt fehl, und werden wir scheitern". Gescheitert sind wir natürlich nicht, hochkonzetriert kletterten wir die glatten, glitschigen Bergwände entlang bis wir wieder etwas sichereren Boden unter den Füßen hatten. Kurz darauf kam der Abstieg, das war sehr langwierig. Der Aufstieg war 700m; der Abstieg jedoch 1300 Höhenmeter. Wir brauchten etwa 3 Stunden, es war stetig und sehr anstrengend für die Knie immer abbremsen zu müssen und am Ende waren wir froh am Parkplatz angekommen zu sein. Nicht umsonst wurde dieser Tack als "challenging" (herausfordernd) gekennzeichnet. Doch wir trauten uns und hatten großen Erfolg!

Dieses Erlebnis war der absoluten Wahnsinn und ich bin megaglücklich den mitgemacht zu haben! Der Tongariro Crossing ist zurecht die schönste Tagesroute Neuseelands!
Nach dem Trip waren wir fertig und als ich kurz davor war unter die Dusche zu hüpfen sagte uns der Hostelleiter von Turangi er hätte einen Whirlpool für uns in der Garage vorgeheizt! WOOOOWWW ab rein damit!!!!!!! fast 1 Stunde tummelten wir uns im Whirlpool und genossen diesen schönen Abschluss eines sehr erfolgreichen, erlebnisreichen, abenteuerlastigen Tages!

Die superstolzen und glücklichen Fruzsi und Simon

Die Straße gleitet fort und fort...

Hallo miteinander!

Lange haben wir nun nichtsmehr von uns hören lassen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen haben wir aberhunderte Kilometer auf vier Rädern hinter uns gelassen und zum anderen war WiFi einfach viel zu teuer in den Hostels wo wir waren, ebenso die Bibliotheken und die I-Sites... *würg*

East Cape:
Wir waren am östlichsten Punkt der WELT!!! WHOOOO! Kurz nach der Kotztour nach White Island sind wir gen Osten aufgebrochen. Es erwarteten uns karge Waldlandschaft und kurvige Straßen entlang der Küste... wie überall in Neuseeland... Eine 20Km Schotterstraße führte uns letztendlich zum Leuchtturm. Ein kurzer Aufstieg über 700 Treppenstufen und wir waren da! Es war wirklich ein richtig gutes Gefühl am östlichsten Punkt Neuseelands und der Welt zu sein. Wir haben uns das Ziel gesetzt eines Tages dort zu campen nur um dann die ersten Menschen der Welt zu sein, die den Sonnenaufgang erleben *grins* Nach der abenteuerlichen Fahrt zum Cape wo wir einigen Steinen und Kühen ausweichen mussten ging es weiter nach Süden. Übernachtet haben wir in einem Hostel mit Meerblick, was wirklich ein Augenschmaus war! Doch bevor wir zu besagtem Hostel gekommen sind hatten wir etwa 10 Stunden Fahrt hinter uns und 9 Stunden auch nichts gegessen. Wir sind also fast verhungert... als wir duch eine der vielen Maori-Städte im Osten gefahren sind haben wir es auf der Suche nach einem Restaurant oder einem Supermarkt nichtmehr ausgehalten und eine hießige Dame nach dem Weg gefragt, darauf lachte sie nur und sagte: "I knew you were strangers" was so viel bedeutet wie: "Man sieht uns an, dass wir nicht von hier kommen". Sie war so nett und ist sogar den Weg mit dem Auto vorgefahren... was letztendlich an einem Schnellimbiss stand geendet hat, wo Fruzsi 2 Sandwiches und ich einen Burger mit viel Pommes gegessen haben. Leichte Magenschmerzen waren die Folgen... aber hundertmal besser als Hunger!

Gisborn und Napier:
Unser Weg führte uns weiter durch Gisborn. Dort haben wir einen Ölwechsel vornehmen müssen der uns tatsähclich 120 NZD gekostet hat... aber was tut man nicht alles wenn ein Lämpchen aufleuchtet... Am selben Tag sind wir noch in Napier angekommen. Eine wirklich schöne Stadt mit viel Charme. Viele Gebäude sind im Art-Deco Stiel. Lilla, dir würde es hier sehr gefallen *grinst* Wir haben einen 1 1/2 Stunden Stunden Spaziergang durch die Innenstadt anhand unseres Reieseführers gemacht. Napier hat bei Fruzsi vermutlich mehr Eindruck gemacht als bei mir. Einig sind wir uns aber dennoch dass wir eines Tages mit mehr Zeit hierher zurückkommen werden *grinst*

Taupo:
Nach Napier sind wir nach Taupo gefahren, weg von der Küste und dem Meer und ab an den riesen See mitten in Neuseeland. Das Wetter war wechselhaft aber durchschnittlich sonnig. In Taupo haben wir eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall gewagt. Auf dem Weg dorthin gab es wieder heisse Quellen, ähnlich dem Hot Water Beach wurde auch hier Quellwasser von einem kleinen Bach erhitzt. Wir haben die Chance nicht verstreichen lassen und sind in das kleine Becken mit einem ebenso kleinen Wasserfall gehupft. Es war wirklich sehr erholsam.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Taurangi und ab hier will Fruzsi die abenteuerliche Geschichte weitererzählten....

Euer Kiwiteam

Montag, 18. Oktober 2010

White Island - Zum Kotzen!

White Island ist Neuseelands einzige aktive Vulkaninsel und vielleicht die meist besuchte der Erde. Der vollständige Māori-Name für diese Insel ist: „Te Puia o Whakaari“ (kurz: Whakaari), was „der dramatische Vulkan“ oder auch „sichtbar machen“ heißt. Viele Wissenschaftler, Vulkanologen sowie auch Touristen besuchen jährlich diese Insel. Eine Wanderung auf White Island erinnert an einen Gang auf dem Mond oder auf der Oberfläche des Mars. Überall entweicht aus zischenden Fumarolen schwefliger Dampf. Daher ist die Oberfläche des Vulkans mit ausgeschiedenem hellgelbem Schwefel bedeckt. Diese Schwefelablagerungen wurden von der Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts von einer Schwefelmine gewerbsmäßig abgebaut. In der bizarren Mondlandschaft gibt es außer einer kleinen Tölpelkolonie kein Leben.
Im März 2000 entstanden drei kleine Öffnungen im Hauptkrater, die zur Folge hatten, dass der Vulkan Asche auszustossen begann. Er überdeckte die ganze Insel mit feinem, grauem Staub. Eine Eruption am 27. Juli. 2000 schließlich bildete einen neuen Krater. Es ist Vorschrift, dass sich Besucher nur mit festem Schuhwerk sowie einer mitgeführten Atemschutzmaske sowie einem Schutzhelm auf der Insel bewegen dürfen.

Quelle: Wikipedia



Da waren wir also, warteten seit gestern Abend auf das "Go" ob der Trip stattfinden würde. Ob wir zur White Island fahren könnten oder nicht hing nicht etwa vom Wetter ab, sondern vom Wind. Es kam dann um 19 Uhr ein Anruf, dass wir bis zum Morgen 8 Uhr warten müssten, sie könnten es noch nicht sicher sagen. Also sind wir sehr früh aufgestanden und haben uns mehr oder weniger auch schon auf eine Abreise aus Whakatane gefasst gemacht, denn White Island war der einzige Grund für uns, um hierherzukommen. Dann kam das OK und wir freuten uns richtig! Wir freuten uns auf das gemütliche Herumschippern über 1,5 Stunden, wussten wir doch, dass die Bay of Islands Fahrt gemütlich und eigentlich nur sehr windig war. Nichts da ... Die Hölle begann ... Wir fuhren auf rauer See gegen die Wellen, es war kaum auszuhalten. Wir lehnten uns alle gegen die Reling an der Rückseite des Bootes, denn vorne war der ganze Bereich nass, die Wellen waren pervers hoch und machten uns alle nass. Die beiden Jungs setzten sich nach einer Weile hin, aber ich konnte mich nicht bewegen, jede Änderung meiner Körperposition brachte mich zum Würgen. Ein Crewmitglied fragte mich ein paarmal sehr fürsorglich ob alles ok sei, und nach dem zweiten Mal bat ich um eine Tüte .. Ich setzte mich hin, und hielt sie in der Hand. Um mich herum sammelten die anderen Crewmitglieder Kotztüten von den Passagieren ein und reichten sie vor meiner Nase weiter um sie neben mir in den Mülleimer zu schmeißen. Es war einfach nur furchtbar. Meine Hose war klitschnass, das war alles sowas von egal. Mein Gesicht war ganz nass von den Wellen, die aufs Boot und mir ans Gesicht schwappten und ich schmeckte den Salz in meinem Mund. Ich gab mir Mühe, meinen Speichel mit dem Salz nicht zu schlucken, und wollte ihn in die Tüte spucken - und verfehlte. Während ich also das salzige Wasser aus meinem Mund von meiner Jacke wischte, bemerkte ich, dass ich meine Konzentration verloren hatte. Ich starrte die ganze Zeit auf den Ozean, auf keinen richtig fixen Punkt, ich starrte nur vor mich hin, ohne mich zu bewegen. Und dann überkam es mich, wie fast alle Passagiere. Uns ging es hundeelend, alle drei von uns mussten sich übergeben. Mir ging es danach im Gegensatz zu Simon richtig schlecht. Als wir dann endlich auf die Insel konnten wurde uns vorher Brot und Suppe gereicht, ein Bissen reichte mir vollkommen. Was wir allerdings dankend annahmen waren Reisetabletten gegen Seekrankheit, nach denen ich bat. Wir setzten also die Atemmaske und den Schutzhelm auf und gingen an "Vulkan". Was wir da sahen war der Hammer, überall kamen Dämpfe aus dem Boden, brodelnder Schwefel und das atmen fiel mir trotz Maske sehr schwer. Ich war die Erste, die die Maske auf- und die Letzte, die sie absetzte. Ich ging zu einem Crewmitglied, da die Dämpfe trotz Maske sehr beißend waren in meinem Mund und meiner Nase. Er kümmerte sich daraufhin um mich und fragte öfter, ob alles in Ordnung sei mit mir und meiner Maske. Es war alles ok und ich war wohl nur zu empfindlich, denn die Crewmitglieder liefen alle ohne Masken rum!
Die Tour dauerte auch etwa 1,5 Stunden und war sehr interessant, wir machten wieder massig Bilder - wann darf man sonst auf einem aktiven Vulkan herumlaufen! Wir sahen mit Schwefel bedeckte zerküfltete Berglandschaft, einen Riesenkrater, und Dampf. Uns war immernoch flau im Magen und der Gedanke an die Rückfahrt machte es nicht besser. Ich erwog ernsthaft 400 Dollar für einen Helikopterflug zurück zu bezahlen, da würde ich wohl auch kotzen, aber die Reise dauerte nicht so lange. An Bord bekamen wir dann ein Lunchpaket, Eiersandwich! Oh Gott! Ich aß das brav genauso wie das Stück Apfel und Banane und einen Schokoriegel, immer schön energiereiches Essen. Uns wurde gesagt, dass die Rückfahrt besser sei, da wir auf dem Weg zur Insel gegen die Wellen fuhren und somit auf und ab schwankten, auf dem Weg zurück mit der Welle fuhren und somit "nur noch" hin und her schwanken würden. So war es dann auch, ich kauerte mich wieder auf die Rückseite des Bootes in eine Ecke, meine Ersatzhose, die ich bei der Ankunft auf der Insel von der Crew bekam, war auch da wieder nass und ich fror. Mein Arsch tat weh und mein Rücken auch, 1,5 Stunden starr sitzen und auf die Insel glotzen wie sie vor dir immer kleiner wird ist sehr mühsam. Ich fragte nach einem Handtuch, um meine Beine zu bedecken als so eine gewaltige Welle über die Seite kam, dass meine linke Seite ganz nass wurde. Wir schwankten was das Zeug hielt, aber diesmal sah ich nur noch 2 Kotztüten, die an mir vorbeigetragen wurden. Sehr schön, sie die Crew hatte also recht. Ich dachte mir die ganze Zeit, fuck drauf dass ich bis auf die Knochen nass werde oder krank oder mein Haar ganz salzig ist, Hauptsache ich übergebe mich nicht wieder. Und dafür haben wir 100 Euro bezahlt, um 2/3 des Trips mit gereiztem Magen und Brechreiz auf dem Ozean zu schippern. Morgen lache ich vielleicht darüber, aber nach den letzten 3 Tagen des Raftings, Mega-Katers, und Kotzorgie auf dem Boot möchte ich einfach nur noch meine Ruhe haben!

Fruzsi + Simon (der ein "Kompliment" von einem Crewmitglied bekam, nachdem er ihm seine volle Tüte reichte: "Oh what a load!")

Sonntag, 17. Oktober 2010

Hangi, Hangover, Water Rafting, Kiwis und mehr


Die letzten Tage waren wir in den beiden Städten Tauranga und Roturua. In Tauranga haben wir eine Holländerin wiedergetroffen die wir zuvor in Hahei kennengelernt hatten (der Ort mit dem Hot Water Beach). Zusammen waren wir im Kino, in „De Bier Haus“ was trinken und haben einen Berg bei fast strömendem Regen erklommen. Wir waren aus der Puste, ¾ des Berges war sehr steil und es kostete uns viel Kraft oben anzukommen. Die Aussicht war sehr vernebelt und der Schotterweg voller Schafsextremente… Hat sich nicht gelohnt dort hoch zu laufen, aber alles in allem waren es sehr schöne zwei Tage in Tauranga.
In Rotorua waren wir ebenfalls zwei Tage. Die Stadt stinkt und das ist kein Witz! Aufgrund von thermischen Ausdünstungen überall in der Stadt riecht es unbeschreiblich nach faulen Eiern… manchmal kommt einem ein Schwall Eiergeruch in die Nase, dass man beinahe erbrechen muss… Wirklich seltsam das es in Rotorua noch Einwohner gibt…
An unserem ersten Tag haben wir den Geruch hinter uns gelassen und nach Mitai, einem nachgebauten Maori-Dorf gefahren. Es war ein gebuchter Abend von etwa 3,5 Stunden. Etwa 60 Gäste waren dabei als uns die Geschichte, die Tradition, die Tänze und die Lieder der Maori nähergebracht worden sind. Natürlich gab es auch den berühmten Haka, den maorischen Kriegstanz zu sehen! Wirklich beeindruckend. Das nächste Mal sehen wir ihn hoffentlich bei einem All Blacks Rugby-Spiel! Nach der „kulturellen Vorführung“ auf der Bühne wurden wir noch zu einem traditionellen Hangi „All you can eat“ Essen eingeladen! Es sei nur so viel gesagt, dass wir danach unsere Gürtel um jeweils zwei weitere Löcher erweitern mussten – Fruzsi hatte ihren Gürtel nicht einmal an. Am Tisch gegenüber saßen Cathryn und Cathal, eine Waliserin und ein Ire. Wir haben uns sehr gut mit dem Pärchen verstanden und erfuhren, dass sie am nächsten Tag morgens eine Water Rafting mitmachen. Also setzten wir alles daran, es auch zu der Zeit machen zu können, zumal wir schon den Tag über uns überlegten bei welcher Tour wir das buchen sollten und und und. Also haben wir uns getraut ein Wildwasserrafting mitzumachen. Jori, unsere oranje Freundin aus Tauranga hatte es uns empfohlen und wir dachten uns nur „No Risk, no Fun“! Die Raftingfahrt dauerte nur etwa 40 Minuten aber sie hatte es in sich… Der absolute Höhepunkt war der 7 Meter Wasserfall den wir runtergespült wurden! 7 Meter!!! Wau, was eine Gaudi, es war Nervenkitzel pur! Fruzsi, Cathryn, Cathal, Peter und ich hatten sehr viel Spaß. Der absolute Adrenalinkick!! Es hat so viel Spaß gemacht, wir lernten zu paddeln und auch wenn Cathal unsere Leiterin anfangs nervös machte (jaaaa, das sagte sie, weil er immer falsch paddelte), so wurden uns nicht, wie mehr oder weniger angekündigt Zähne ausgeschlagen oder sind mit dem Boot umgekippt.
Am Abend haben wir fünf uns zusammen mit einem Schweden getroffen und sind was Essen und einen Trinken gegangen. Es war ein wirklich schöner Abend auch wenn Fruzsi ein wenig zutief ins Weinglas geschaut hat und wir deshalb die Checkout Zeit beim Hostel des folgenden Tages nicht ganz einhalten konnten. Fruzsi: Der Kater kam sehr überraschend und hatte es den ganzen Tag in sich .. Jetzt noch …

Momentan sind wir in Whakatane und wollen ein Trip auf „White Island“ mitmachen. Teuer aber das Geld wert ist unser Gedanke. Immerhin ist das ein aktiver Vulkan nördlich von Whakatane, das ist ein Muss, wenn man in Neuseeland ist.
Mehr von Whakatane und White Island in den kommenden Tagen

Euer Kiwiteam

Donnerstag, 14. Oktober 2010

HOBBITON

Meine lieben Freunde, es war so weit!!!!!


Nachdem wir in Raglan waren, an der Westküste und an den Bridal Veil Falls Wasserfall (Bilder folgen) fuhren wir nach MATAMATA, einem Drehort für den Herrn der Ringe, um die Originalschauplätze für Hobbingen zu besichtigen. Der ganze Spaß dauerte 66 Dollar pro Nase und dauerte 2 Stunden!

Es war atemberaubend!!!! Wir sahen den Partybaum, die Höhlen von Sam und Frodo!!!!! Wir durften alles anfassen und fotografieren und posen und alles. Ich kann kaum Worte dafür fassen, so sehr aus dem Häuschen bin ich! Wir sahen die Brücke, auf der Ian McKellen (Gandalf) mit der Kutsche entlang fuhr, den Hügel auf dem Sam und Frodo stehenbleiben als sie losziehen und Sam meint, er wäre noch nie so weit von zu Hause weggewesen (Jaaaaa, das war in Hobbingen!!!!). Ich riss mir sogar ein Büschen Gras raus und nahm einen Stein mit, zum Glück sah das niemand, denn sie waren gerade mitten in den Bauarbeiten und es war verboten auf dem Gras zu laufen oder es zu bestätigen, da es neu bepflanzt wurde für den Hobbit. Wir sahen die Rekonstruktionen der Höhlen!!! Und NEUE HÖHLEN!! Wir dürfen auch leider keine Bilder online stellen, das ist streng vertraulich und das mussten wir auch unterschreiben, aber eines kann ich sagen: Die neuen Höhlen sind megaschick :-)

Wir erkannten auch dieselben Bäume aus den Filmen, einen kleinen "Filmfehler", der immernoch da stand, dieselben Schafe ..

Die Leute bauen und machen und tun, und sind nicht einmal sicher, ob der Hobbit da gedreht wird, die Diskussionen sind immernoch beständig .. Leider ..

Im Sommer gehen wir wieder dorthin, es war megageil zu sehen wir das alles gebaut wird, auf dem Boden zu laufen, unser Tour Guide Theresa war einfach nur klasse und im Sommer sind dann wohl alle Hobbithöhlen mit Gras bedeckt (wie die das machen ist auch sehr witzig ;) )

Alles in Allem war das DER HAMMER; GEIL; EINFACH NUR UNBESCHREIBLICH UND ICH MÖCHTE WIEDER DORTHIN; ICH VERMISSE HOBBITON IN MATAMATA!!!!!!


Liebe Grüße von einer aufgebrachten Hobbitwahnsinnigen, in Matamata lebenwollenden, sich in Wellington bewerbenden Fandame und einem verrückten, fotogenen, Herr der Ringe Wahnsinnigen, Matamata-Fanliebenden Fan :-D

Montag, 11. Oktober 2010

Hot Water Beach und Hamilton

Hallo miteinander!

Gestern waren wir am bekannten "Hot Water Beach" nahe Hahei auf der Halbinsel Coromandel. Dank unterirdischer Lavabewegungen ist es an diesem Strandabschnitt möglich sich seinen eigenen Pool im Sand zu buddeln!

Etwa um 11 Uhr morgens sind wir im Hostel angekommen. Ab zur Rezeption einchecken doch weit gefehlt, die Putzkolonnen fuhrwerkten noch durchs Hostel. Die Rezeptionsdame meinte wir sollen um 1 Uhr mittags wiederkommen. Ok dachten wir uns, gehen wir derweil zur "Cathedral Cove", ein Loch mitten im massiven Felsgestein direkt am Strand! Nachteil = 40 min Fußweg... naja... Hose hochgezogen und abgetigert. Wir haben uns ein wenig von der Mittagssonne brutzeln lassen. Der beschwerliche Weg war es mehr als wert, denn unten angekommen wartete bizzare Felsformationen darauf von uns fotografiert zu werden.

Gegen 2 Uhr mittags wollten wir am Hot Water Beach sein, also früh von "Cathedral Cove" aufgebrochen und den Rückweg angetreten. Ab ins Hostel, Badesachen rausgekramt, umgezogen und hurtig zum heiß begehrten Strand gedüst.

Kaum waren wir angekommen, sahen wir eine breite Masse an Touristen und Einheimischen bereits in tief gebuddelten Löchern sitzen... "Mist, wir sind zu spät" war unser erster Gedanke, aber nach einigen hilflosen Blicken konnten wir uns zu einer Östereicherin und einem Chilenen setzen. Mit gemeinsamen Kräften buddelten wir ein rießen Loch indem wir allesamt Platz hatten.

Das Wasser war wirklich HEIß! Also, nicht nur warm sondern wirklich verdammt heiß... irgendwo stand was geschrieben von wegen 60 Grad Celsius oO! Außentemperatur war etwea 18 Grad bei strahlend Sonnenschein. Ich glaube wir sind insgesamt gute 3 Stunden im Loch gesessen und haben es uns gut gehen lassen.

Ab und an wurde es mir doch zu warm und Erfrischung war nicht weit entfernt, denn der Pazifik wartete um mich mit stetigen Wellen abzukühlen. Ich war nichtmal in 30cm tiefen Wasser als ich einen schwarzen Fleck im Wasser lokalisieren konnte... "Was zum #?"&!" ist das?" habe ich mir gedacht als ich den sich bewegenden Fleck nachsah. Ich hatte keine Brille an und konnte deshalb nicht gaaaanz so gut sehen, deshalb dauerte es eine Weile bis ich realisierte das es ein Rochen war, der knapp 1 Meter neben mir schwamm... EIN ROCHEN! WHUAA! Alle Alarmglocken gingen bei mir an und ich Panik bekommen und raus aus dem Wasser... immerhin wurde Steve Irwin aka "Crocodile Hunter" von einem Stachelrochen dahingerafft... Es dauerte nur einige Lidschläge bis auch andere Strandbesucher realisierten was da im Wasser schwarmm... demnach rannten einige wild hin... nur ich nicht... ich war der einzige der vom Strand weglief um mich wieder im wärmenden und rochenfreien Loch im Sand niederlegen zu können...Puhh

Man kann wirklich sagen dass es ein wirklich sehr langer und sehr schöner Tag am Strand war vor allem da keiner von uns einen Sonnenbrand bekommen hatte :)

Jetzt sitzen wir gerade in Hamilton (etwa 100.000 Einwohner) und murren wieder da alle Geschäfte so früh schließen und es nicht wirklich gerade viel Stadtaktivität zu erleben gibt. Um 5 Uhr Abends schließen 50% aller Shops.... bis 6 Uhr etwa weitere 45%.... machmal ist es wirklich zum Mäuse melken...

Morgen gehts ab nach Reglan, westlich von Hamilton um wieder einen schönen Tag am Strand zu verbringen! Hoffentlich macht uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung oO

Eure Kiwis :)

ps.: Einige neue Bilder in der Galerie


Samstag, 9. Oktober 2010

Coromandel

Hallo miteinander!

Die letzten Tage sind wir damit beschäftigt die Halbinsel Coromandel unsicher zu machen. Zuerst nächtigten wir in Thames, anschließend in Coromandel Town und derzeit in Whitianga. Morgen gehts weiter nach Hahei, nahe dem Hot Water Beach wo wir uns ein Loch in den Sand buddeln werden, aus dem dann durch Vulkangestein erhitztes Wasser zum Vorschein tritt !!! Wir bauen uns sozusagen unseren eigenen Pool am Meer!

In den vergangen Tagen waren wir wieder einmal am Strand, haben süße Schweine gesehen, mit einem kleinen niedlichen Hund gespielt, den besten Honig der Welt gekauft (Manuka-Honig), haben einen kleinen Wasserpark besucht, waren in einem Buddhistenzentrum, sind mit einer alten Eisenbahn "Drivings Creek" eine kleine Strecke in die Berge entlangerattert und einmal waren wir sogar in Wald wandern. Haben uns extra zuvor mit Wanderschuhe und wasserfesten Jacken eingedeckt. Ein teurer Spaß aber in dem Jahr wird es uns sicher noch das ein oder andere mal in die Wildnis verschlagen, sodass die Ausrüstung somit gerechtfertigt ist :)

Wie es nach Coromandel weitergehen wird wissen wir noch nicht so richtig, aber soetwas wie ein Plan beginnt gerade Form anzunehmen! Mehr davon wenn wir es wissen :)


Eure Kiwis

Dienstag, 5. Oktober 2010

Sonnenstich und -brand am Strand

Gestern haben wir einen Abstecher in das 40 km entfernte Piha, westlich von Auckland gemacht. Was es da gibt? Schwarzen Strand, glühende Hitze, die zum Sonnenstich einlädt in der Mittagssonne, starken Wind, Quallen, tödliche Wellen, Schwimmen ist nur in gekennzeichneten Stellen erlaubt. Doch es war mal wieder zu kalt um schwimmen zu gehen.. Ein Strandspaziergang im Bikini tut es auch!

Simon hat sich einen kleinen Sonnenbrand an Schulter und Brust zugezogen, aber die Aussicht und alles war es mehr als wert!

Haben ein paar Insidertipps bekommen von Einheimischen, und eines direkt in die Tat umgesetzt: Wir sind mal wieder gelaufen - hoch, rutschig, auf waldigem Hügel, "nur" um den Ozean zu sehen! War echt geil! :)
Werden wohl im Sommer nochmal dorthin gehen, wenn es richtig heiß ist. Habe auch heute das erste Mal einen Rock angezogen, und meine Keilabsatz-Schuhe! Ich fühle mich endlich mal wohl in meinen Klamotten :D Das bin ich!

Werden morgen wohl weiterreisen nach Coromandel, östlich von Auckland, da soll es richtig geil sein, hörten wir schon von sehr vielen Leuten, und achja da gibt es den Hot Water Beach und wohl auch einen Hot River (Heißer Fluss, auch Geheimtipp!).

Sonntag, 3. Oktober 2010

Back in Auckland

Hallo miteinander!

Nach unserem letzten Horrorhostel ohne Telefon, Fernseher, Internet, Spinnen in den Töpfen und im Bett und 2 lauernden Herbergsleuten sind wir wieder in Auckland. Unsere Tour durch die Northlands hat 7 Tage gedauert und war wirklich sehr schön! An unserem letzten Abend haben wir eine Kiwinachtwanderung durch einen Waldpark unternommen und die Rufe der Kiwis vernommen! Leider haben wir keinen gesehen :(

Jetzt zurück in der Auckland wollen wir unsere weitere Reise nach Süden planen. Vermutliches Ziel werden die Coromandel Peninsula (Halbinsel süd-östlich von Auckland) sein. Dortiges Highlight wird vermutlich der Hot-Water-Beach werden... aber hoffentlich folgt noch viel viel interessantes!

Die erste Nacht wieder in Auckland haben wir in unserem ersten Hostel verbraucht. Dort haben wir auch 3 nette Franzosen kennengelernt. In unserem jetzigen Hostel haben sie uns auch schon hinterher eingecheckt ;)

Mal sehen was die nächsten Tage bringen, jetzt sitzen wir zumindest im Kinobereich und werden uns gleich Inception anschauen, ein bisschen unter die Leute und Zivilisation kommen tut sehr gut!

Das Kiwiteam!

Samstag, 2. Oktober 2010

Kommentarprobleme

Hallo miteinander!

Wie wir erfahren haben gibt es derzeit einige Probleme bei der Kommentarerstellung. Nicht das ihr denkt wir schalten eure Beiträge nicht frei :)

Wir versuchen das so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen. Bitte seid nicht sauer, aber wir haben einfach keine Benachrichtigung erhalten, dass es nicht funktioniert.

Wenn sich etwas neues ergibt setzen wir euch umgehenst in Kenntnis
Bitte stellt auch sicher, dass ihr die Sicherheitsabfrage korrekt eingebt! Eigentlich müssten die Kommentare bei uns ankommen, sobald ihr dies tut und dann im kleinen Kommentarfenster oben in grün steht, dass der Kommentar gespeichert wurde und noch freigegeben werden muss.

Euer Kiwiteam